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Ein kleiner Schritt für eine Marke…

8. November 2016


Danica Ross, Executive VP von Grayling San Francisco, erklärt im neuesten Teil unserer #7for17 Trend-Reihe, wie Marken den Wettlauf um Einfluss gewinnen können.

In einer Zeit, in der Marken den Fokus ihrer Marketingkampagnen verstärkt auf soziale Netzwerke legen, werden wir der unterschiedlichen Plattformen und ihrem Algorithmen-getriebenen Newsverlaufs-Chaos immer überdrüssiger. Denn trotz ihres großen Potenzials, die Massen zu erreichen, sind Twitter, Instagram und Facebook nur noch Content-Schlachtfelder, auf denen Unternehmen und Einzelpersonen laut sind, um wahrgenommen zu werden.

Das Social-Analytics und -Reporting-Unternehmen Locowise hat schon 2015 im Rahmen einer Studie gezeigt, dass Facebook-Seiten mit mehr als 1 Million Likes mittlerweile nur noch durchschnittlich zwei Prozent organische Reichweite haben. Es scheint fast so, als würde die organische Reichweite immer kleiner, je höher die Anzahl der Page-Likes ist. Im Umkehrschluss bedeutet diese Entwicklung, dass Follower oder Abonnements nicht mehr länger Engagement bedeuten, besonders da Content-Newsverlauf-Algorithmen mittlerweile bestimmte Inhalte priorisieren.

Im Angesicht steigender Mengen an Social Content, unvorteilhafter Algorithmen und undurchdringlicher Messaging-Plattformen (wie beispielsweise WhatsApp oder andere der sogenannten „Dark Channels“) müssen Unternehmen ihre Content-Strategien überdenken. Sonst schaffen sie es nicht, den allgegenwärtigen Lärm zu durchdringen.


Zahlt und Ihr werdet unendliche Reichweiten erlangen

Der Wandel der Algorithmen über alle Plattformen bedeutet, dass Facebook, Twitter und Instagram stärker als je zuvor den Fokus auf Paid Content legen.

Dieses „Reichweite durch Bezahlen“-Modell erinnert schon fast an klassische Werbeplatzierungen.  Marken können dadurch aber nur dann existierende und neue Zielgruppen erreichen, wenn sie einen signifikanten Anteil ihres Marketing-Budgets dafür aufwenden.

Doch selbst mit bezahlten Inhalten bleibt es ein hart umkämpftes Feld. Jede Sekunde werden wir mit rund 6.000 Tweets bombardiert. Das entspricht 500 Millionen Tweets pro Tag. Unternehmen müssen sich also die Frage stellen: Wie können wir uns alternativ durchsetzen?

Glücklicherweise erleben wir gerade ein neues „goldenes Zeitalter“ des sogenannten Content Space. Egal ob  Airbnb oder Spotify, wenn eine Plattform Content aufnimmt, ist sie Freiwild. Diese neuen, weniger offensichtlichen Content-Plattformen ermöglichen es Marken, zumindest für einen Moment im Mittelpunkt zu stehen und ihre Fahne zu schwenken.

Aber einfach nur das Revier zu markieren reicht nicht. Nicht-traditionelle Plattformen verlangen von Marketing-Spezialisten, neuen und vor allem neuartigen Content zu schaffen, der auch den Platz wert ist, den sie besetzen wollen. Denn diese neuen Räume haben das Potenzial, extrem mächtig und reichweitenstark zu sein. Der Grund dafür ist die Viralität über Mund-Propaganda, die sich aus innovativem, kreativem und inspirierendem Content entwickeln kann. Dies ist eine Herausforderung nicht nur für Marken, sondern auch für ihre Agentur-Partner.

In diesem Wettlauf um Einfluss sind in letzter Zeit vor allem Crowfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo immer wichtiger geworden – nicht bloß für das Sammeln von Geldern, vielmehr als Storytelling-Instrument für Marken. Dabei handelt es sich längst nicht nur um Start-ups und aufstrebende Unternehmer, für die diese Seiten ursprünglich vorgesehen waren. Es sind tatsächlich etablierte Marken und Unternehmen, die diese Plattformen dazu nutzen, Aufmerksamkeit zu gewinnen und Markenbotschafter in Nischenzielgruppen und für neue Produktvalidierungen zu finden. Es scheint, als wäre Crowdfunding der neue Concept Store. In Zukunft werden wir noch weitere Beispiele für diese Entwicklung sehen, denn der Wettlauf um Einfluss hat gerade erst begonnen.

Folgen Sie Danica Ross und diskutieren Sie die #7for17 Trends mit uns auf Twitter.

 


Grayling Team

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