Insights

/ Insights / Start-Up Talk: App-etitlich

Free thinking from Grayling people

Start-Up Talk: App-etitlich

5. Juli 2018


Anna von Grayling spricht mit Alex über seine App feastr, einen digitalen Ernährungsplaner.

Grayling hat für 2018 den Trend „Test & Learn“ definiert, der u.a. besagt, dass es wichtig ist, mutig zu sein und innovative Ideen auszuprobieren anstatt sich von der Angst vorm Scheitern ausbremsen zu lassen. Start-Ups stehen für genau diese Herangehensweise – auch aus diesem Grund sind sie und ihr Innovationsgeist für Unternehmen so attraktiv. Als Food-Expertin bei Grayling hat mich interessiert, wie die Start-Up-Szene in der Food-Branche tickt und welche Ideen hier aktuell auf dem Vormarsch sind. Licht ins Dunkle bringt für uns Alexander Villena, Co-Founder der Ernährungs-App feastr.

 

Die App: Unkompliziert und nah am User
Die Idee für die App kam Alex und seinen Co-Foundern bei einem Fitness-Start-Up: Damals wurde ihnen klar, wie viele Menschen mit ihrer Ernährung zu kämpfen haben. Es habe zwar schon Unterstützung auf dem Markt gegeben, wie Kalorientracker oder statische Typisierungs-Systeme, die sich beispielsweise nur nach Größe und Gewicht richten. Doch diese seien, erinnert sich Alex, oft mit so viel Aufwand für die User verbunden gewesen, sodass sie sich einfachere Lösungen gewünscht hätten. So entstand feastr, eine App, die es dem User ganz unkompliziert und ohne großen zeitlichen Aufwand ermöglichen soll, sein Ernährungsziel zu erreichen.

Der Aufbau ist unkompliziert, die Nutzung intuitiv. Bei der App wird durch eine detaillierte Abfrage der User-Eigenschaften, wie Größe/Gewicht, Ernährungsform, Aktivitätslevel und Ernährungsziel (abnehmen, gesund essen, Muskeln aufbauen oder zunehmen), ein individuell auf sie/ihn zugeschnittener Ernährungsplan erstellt. In diesem sind entsprechende Rezepte enthalten und es gibt die Möglichkeit, sich eine Einkaufliste erstellen zu lassen bzw. die benötigten Lebensmittel direkt online beim Kooperationspartner REWE zu bestellen. Für jeden Tag stellt die App Frühstück, Mittagessen und Abendessen zusammen -  natürlich mit Auswahlmöglichkeiten. Aktuell steht die App in der DACH-Region für iOS zur Verfügung, eine Android-Version soll bald folgen.

 

Der Erfolg spricht für sich
Das Gesamtpaket kommt an. Die App hat aktuell schon um die 100.000 registrierte User. Für Aufmerksamkeit sorgten Alex und sein Team zunächst vorwiegend über Content Marketing. Sie zogen los, kauften sich eine gute Kamera und dann begann Alex, sich das Fotografieren von Food beizubringen. Die farbenfrohen Bilder begeistern auf dem Instagram-Kanal @feast.r heute knapp 26.000 Follower. Zudem teilt Alex die Bilder sowie die Liebe zu gutem Essen auch auf seinem eigenen Kanal @free_athlete mit beachtlichen 62.000 Followern.

 

Mittlerweile wurden selbst große Medien, wie RTL und Spiegel, auf feastr aufmerksam. Dass die App mehrfach von Apple gefeatured wurde, hat sicherlich ebenfalls einen Anteil am Erfolg.

 

„Test & Learn“ wird konkret

Die Idee eines Ernährungsplaners ist nicht grundlegend neu, doch ist es dem feastr-Team gelungen, die Bedürfnisse der Nutzer besonders gut zu verstehen und sie anwenderfreundlich in ihrer App umzusetzen. Für einen langanhaltenden Erfolg ist es nun wichtig, die App kontinuierlich weiterzuentwickeln. Um on track zu bleiben, orientieren sie sich dabei am User-Feedback, das via In-App-Support eingeholt wird, erzählt Alex. Er empfiehlt anderen Start-Ups, nicht schon zu weit zu denken, bevor sie etwas auf den Markt bringen. Zu schnell könne man sich vergaloppieren und an den User-Bedürfnissen vorbei denken. Lieber Schritt für Schritt gehen und immer wieder feinjustieren. Und vor allem: Sich trauen, es einfach ausprobieren und lernen.

Sie selbst sind immer noch täglich dabei, die Features ihrer App in kleinen Schritten zu erweitern. Als nächstes ist die Möglichkeit angedacht, Rezept-Favoriten speichern zu können. Ideen gäbe es genug. „Es fällt uns leichter, Features durchzudenken, als sie dann zu entwickeln“, so Alex. Es fehle leider manchmal die Man-Power. Aktuell sind sie ein Team von vier Personen.

 

Chancen der Zukunft

Ob er sich vorstellen könne, zukünftig auch andere Partner neben REWE einzubinden, frage ich. Sie seien sehr dankbar, dass sie mit REWE hätten starten dürfen. Generell seien aber natürlich auch weitere Partnerschaften denkbar, so Alex.

Ich kann mir gut vorstellen, dass zukünftig auch Food-Marken an einer Kooperation mit dem Start-Up interessiert sein könnten, um beispielsweise ihre Produkte in die Rezepte der App integrieren zu lassen. Denn die App bekommt immer weiteren Zuwachs an Nutzern und behandelt ein Thema, das für die Food-Branche von hoher Relevanz ist: Gesunde Ernährung -  ohne Verzicht auf Genuss. Ich bin gespannt, was da noch kommt und behalte die Jungs von feastr in jedem Fall im Auge.

 


Grayling Team

Letzte Blogbeiträge

23. Mai 2018


Google kann Marken beflügeln oder verteufeln

Wie Unternehmen besser kontrollieren können, was Online über sie zu finden ist, erklärt Liz Abernathy, Junior Account Executive bei Grayling Frankfurt. Wenn potenzielle Kunden nach einem Produkt...

Weiterlesen

18. Mai 2018


Wozu virtuelle Realität, wenn wir schon eine haben? Ein Round-up zur Republica 18

Maria Kutscherow, Junior Account Executive bei Grayling Deutschland in München, hat sich auf der Republica in neue Welten gewagt und Themen rund um VR und AR erforscht. In all der Vielfalt, die die...

Weiterlesen

16. Mai 2018


Die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz

Anna Härle, Account Manager bei Grayling Deutschland in Frankfurt, hat sich eines der zentralsten Themen auf der Republica 2018 einmal genauer angeschaut - Künstliche Intelligenz (KI). Doch weshalb...

Weiterlesen